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Presseerklärung zum Tag des offenen Denkmals 2019

Sorge um Kulturpalast: bei Livekonzert Künstlerpetition gestartet

Am 8. September veranstaltete der „Kulturpalast Unterwellenborn e.V.“ zum Tag des offenen Denkmals erneut einen bewegenden Nachmittag, in diesem Jahr allerdings nicht wie gewohnt im Kulturpalast, sondern aufgrund des Hausverbots (wir berichteten) an einem ungewöhnlichen Ort, im Freibad von Unterwellenborn. Etwa 300 Freunde des Kulturpalastes, oft auch Fans der Olsenbande, waren der Einladung des Vereins gefolgt und kamen im Freibad gleich mehrfach auf ihre Kosten.

Der Verein hatte ein umfangreiches Programm vorbereitet, das ursprünglich zur Aufführung im Kulturpalast gedacht war, aufgrund des Hausverbots für den Verein durch den Eigentümer, den Kronacher Möbelfabrikant Knut Schneider, kurzerhand ins Freibad verlegt– den „Tag des offenen Verhörs“ eines Olsenbandenmitglieds.

Vereinsvorstand Torsten Ströher begrüßte die Gäste, dankte den Förderern der Veranstaltung und beschrieb - sichtlich bewegt und sehr gut nachzuempfinden -  wie es sich anfühlt, wenn der Eigentümer trotz des jahrelangen Vereinsengagements und der erfolgreichen Akquise von Fördermitteln für den Erhalt des Kulturpalastes dem Verein Hausverbot erteilt und der Verein nicht „retten“ darf, sondern räumen muss. Das alles nur, weil der Eigentümer Druck machen will, um seine utopische Verkaufspreisvorstellung durchzusetzen.

In bewegenden Worten erläuterte Ströher die Gefährdungslage des Kulturpalastes. Aufgrund undichter Dächer sind einige der zunehmend durchnässten Decken mittlerweile einsturzgefährdet. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Andrea Wende, die sich demonstrativ hinter den Verein stellte, erklärte Ströher, dass der Verein beträchtliche Fördermittel zur Dachsanierung von der Landesdenkmalpflege zugesprochen bekommen hatte, dies aber nicht einsetzen konnte, da Eigentümer Schneider dem Verein im Frühjahr die Handlungsvollmacht entzog, ihm Hausverbot erteilte und selbst die Annahme der Fördermittel verweigerte. Ziel des Vereins sei nun die Gründung einer Stiftung zum Jahresende, in deren Eigentum das Haus saniert werden soll.

Bürgermeisterin Andrea Wende lies in ihrer sehr persönlichen Rede keinen Zweifel daran, dass die Zeit gekommen ist, in der um das Haus gekämpft werden muss. Sie forderte die Gäste auf, sich zu engagieren und wie sie selbst den Verein nach Kräften zu unterstützen.

Wer kennt den Børge von der Olsenbande nicht? Børge, Sohn von Kjeld, stets begeistert an seinem Moped schraubend? Børge, mit bürgerlichem Namen Jes Holtsø,war mit Morten Wittrock aus Dänemark zum „Tag des offenen Verhörs“ für ein Konzert angereist und überzeugte die Gäste mit einem Mix aus Blues und Jazz, sehr reif und gleichzeitig entspannt. Man merkte beiden Musikern an, dass sie seit Jahrzehnten miteinander Musik machen. Er mit toller Bluesstimme und Mundharmonika spielend, Morten am Keyboard. Zwischendurch interviewte die MDR-Moderatorin Janine Strahl-Oesterreich die Künstler und gab einige nicht so bekannte Geschichten über die Olsenbande zum Besten. Parallel zu Konzert, Interview und Lesung war der Kulturpalast auf der Leinwand virtuell präsent. So konnte das Denkmal auch besichtigt werden, obwohl es der breiten Öffentlichkeit zur Zeit versperrt ist.

Neben der Bühne hatte der Olsenbandenfanclub Deutschland einen Stand aufgebaut, an dem man sich informieren und das eine oder andere Stück zur Erinnerung erwerben konnte. Das in diesem Jahr über die Olsenbande neu erschienene und großformatige Buch „Die Olsenbande“ erfreute sich großer Beliebtheit, aber auch Schallplatten, DVDs und T-Shirts gingen über den Tisch.

Für alle, deren Herz für den Kulturpalast und/oder die Olsenbande schlägt, war es ein bewegender Nachmittag. Irgendwie passte es auch sehr gut zusammen. Manche im Verein fühlen sich derzeit so wie sich Egon, Benny oder Kjeld in den Filmen zuweilen fühlen mussten: verraten (vom Eigentümer) und vor die Tür gesetzt. Vielleicht ist es Schneider bis heute nicht bewusst, was er damals den Menschen der Region angetan hat, als er den Kulturpalast in ein Möbelhaus umnutzen wollte. Den Menschen, die im Haus einige der schönsten Erlebnisse ihrer Jugend erlebt hatten.

Sollte das Haus tatsächlich verfallen, würden all diese Menschen der Region, die etwas mit dem Haus verbindet, defacto zum zweiten Male enteignet (Schneiders Kaufpreis 1994 war mit 180 TDM eher symbolischer Art). Es darf und wird nicht so weit kommen. Jes Holtsøund Morten Wittrock sowie Janine Strahl-Oesterreich und der Olsenbandenfanclub sind die ersten Künstler, die eine Petition zum Erhalt des Hauses unterschrieben haben. Viele weitere haben ihre Unterstützung schon zugesagt.

Die zahlreichen Spenden der Gäste allein an diesem Tag beweisen, dass eine breite Öffentlichkeit zu ihrem Kulturpalast steht und bereit ist, sich für den Erhalt des Hauses zu engagieren.

Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege hat in diesem Zusammenhang dem Eigentümer Schneider eindeutig die besondere Bedeutung von Kulturpalast und Parkanlage als unteilbares Denkmal von internationalem Rang mitgeteilt und ihn auf seine Sanierungspflichten insbesondere im Rahmen der gewährten Fördermittel hingewiesen.

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Mit freundlicher Genehmigung aus dem Youtube-Kanal von Petra P.
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08.09.19

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